Franckenkorn

Dinkel - unser bestes Getreide

Schon Hildegard von Bingen beschrieb vor 850 Jahren die besondere positive Wirkung des Dinkels auf das Wohlbefinden der Menschen ...

In den schönen sprachlichen Formulierungen des Mittelalters beschreibt sie sehr genau die Wirkungen des Dinkels als: "wärmend, fettend, ... gibt aufgelockertes Gemüt... etc.". Heute, im Zeitalter moderner molekularbiologischer Forschung lassen sich diese Beschreibungen überprüfen. Alles was Hildegard beschreibt ist richtig.

Allerdings bedarf es noch einer genaueren Aufklärung darüber, was man als Dinkel, der alle diese positiven Wirkungen hat, bezeichnen darf - zumal es große Sprachverwirrungen gibt, die von den unterschiedlichen Bezeichnungen des Dinkels aus den verschiedenen Regionen des deutschen Sprachraums her zu verstehen sind. Beispielsweise wird Dinkel (Triticum Spelta) in dem "vollständigen Lexicon der Gärtnerei und Botanik" (F. G. Dietrich, Berlin 1810) bezeichnet als: Dünkel-Weizen, Dinkel, Weizenspelt, etc., weiter steht da: "Das Vaterland von diesem Weizen (gemeint ist Dinkel), der mit dem gemeinen Weizen viel Ähnlichkeit hat..."! Diese Sprachverwirrung führt oft auch heute noch dazu, dass von "Dinkelweizen" gesprochen wird.

Dinkel ist die Bezeichnung der Kulturart; innerhalb dieser Art gibt es mehrere Sorten. Die Sorten unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen und ihrer Ertragsleistung oder Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Böden- sie unterscheiden sich im Hinblick auf die Verträglichkeit besonders dadurch, ob sie "REIN" sind, oder ob sie mit Weizen gekreuzt wurden. Die von der Pflanzenzucht Oberlimpurg durch Rückkreuzung mit altem, reinem Dinkel entwickelte Sorte FRANCKENKORN ist wirklich "rein" und vermutlich die einzige Sorte, die diese Bezeichnung verdient. Wir haben uns dazu der traditionellen Technik der Handkreuzung bedient, FRANCKENKORN ist also ohne gentechnische Veränderung und ohne Anteile des Weizengenoms.

Alles bisher Gesagte zeigt, dass Dinkel nicht gleich Dinkel ist!

Dinkel - und besonders FRANCKENKORN wurde vielfach mit molekularbiologischen Methoden auf Reinheit, aber auch auf die von Hildegard beschriebenen Kriterien hin untersucht:

  • Dinkel ist das beste Korn ...
    Auch bei langer Vorratshaltung tritt keine Verpilzung ein. Dies hat zwei Gründe: einerseits wird Dinkel im Spelz geerntet und gelagert mit ständigem Luftaustausch, andererseits ist FRANCKENKORN resistent gegen Fusarium, ein Schadpilz, der den Weizen in der Ähre vor Erntebeginn befallen kann und dort Toxine bildet.
  • Dinkel wirkt wärmend ...
    Er fördert die gute Durchblutung.
  • ... und fettend ...
    fettend ist nicht als fett-machend zu verstehen. Es bedeutet vielmehr, nach allem, was man heute weiß, dass Dinkel einem um ¼ höheren Gesamtfettgehalt als Weizen hat und außerdem der Anteil an ungesättigten Fettsäuren sehr hoch ist. Dies ist wichtig für Nervenzellen und damit zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit.
    FRANCKENKORN hat den höchsten Gehalt aller Getreidearten an Polyensäure aufweist; dies ist sehr wichtig, weil der menschliche Organismus Linol- und Linolensäuren (=Polyensäure) nicht bilden kann.
  • Dinkel ist gelinder ...
    Gelinder ist ein Ausdruck für bessere Verdaulichkeit, deshalb wird FRANCKENKORN heute zur Behandlung degenerativer Erkrankungen, besonders von Stoffwechsel- und Verdauungserkrankungen, eingesetzt. Haut- und Schleimhauterkrankungen werden mit Dinkel, sofern es FRANCKENKORN ist, ebenfalls erfolgreich behandelt.
  • ... bildet gutes Fleisch ...
    Ein umfassender Ausdruck für allgemeines Wohlbefinden. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass Dinkel einen hohen Anteil an wichtigen Aminosäuren, aber auch an Mineralien und Spurennährstoffen hat.
  • Dinkel gibt ein aufgelockertes Gemüt und die Gabe zu Frohsinn
    Im Dinkelkorn gibt es reichlich L-Tryptophan, Ausgangsstoff für den Neurotransmitter Serotonin, welcher als Stimmungshormon wirkt. Andere positiv wirkende Inhaltsstoffe des Dinkels sind beschrieben, wie z. B. der besonders hohe Gehalt an Vitaminen der B-Gruppe und Vitamin E.

Verträglichkeit für Allergiker

Die Formulierung von Hildegard sind umfassend. Sie beschreibt das Phänomen von Allergie-Erkrankungen nicht im Einzelnen. Glänzendes Haar, schöne Haut und andere allgemeine Beschreibungen zeigen aber an, dass die Menschen bei dieser Dinkel-Ernährung wohl weitgehend frei von Allergien gewesen sein müssen.
Nahrungsmittelallergien, und nur ein Teil der Allergien, sind auf spezifische Überempfindlichkeiten gegen "bestimmte" Proteine in unserer Nahrung zurückzuführen. Nach Kontakt mit dem Allergen - und dazu reichen schon geringe Mengen -, werden spezifische IgE-Antikörper gebildet, die an den Mastzellen gebunden werden. Bei erneutem Kontakt vernetzen sich die IgE-Antikörper, dabei kommt es zur Bildung von Mediatoren, z.B. Histamin, die dann allergische Symptome auslösen. Weizen ist für einige Menschen nicht verträglich, weil sich im Kleber dieser Kulturart ein entsprechendes Protein findet, das allergische Reaktionen auslösen kann.

Es ist also von großer Bedeutung, ob Allergiker völlig reinen FRANCKENKORN-Dinkel essen, oder ob Dinkel unbekannter Herkunft verwendet wird.

Ein weiterer wichtiger Grund für die fehlende Allergenizität von FRANCKENKORN ist die geringe Exprimierung von PR-Proteinen. Diese PR-Proteine (pathogen-related-proteins) bilden sich nur aus, wenn die Pflanzen unter Stress wachsen müssen. FRANCKENKORN ist aber eine Sorte mit ausgezeichnetem Wurzelwerk, was Trockenstress verhindert, und bester Blatt- und Ährengesundheit, dies bedeuted, dass kein Stress bei der Abwehr möglicher Pflanzenkrankheiten entsteht. Andere Sorten mit weniger ausgeprägter Stress-Toleranz bilden PR-Proteine, die dann die Chitinease-Aktivität erhöhen und damit das Allergen-Potential erhöhen.